Gemeindliches Investitionsprogramm bis 2024 - Thema Waldkindergarten

Straßenbau der größte Posten

Waldkindergarten

Gespräche mit der Jägerschaft um einen Waldkindergarten soll es in der Gemeinde geben. Foto: Ellen Kellerer

Von Susanne Lamprecht
Wildenberg. Mit einigen großen Zahlen bekam es der Gemeinderat in seiner Sitzung vom Mittwoch der Vorwoche zu tun. Auf der Tagesordnung stand schließlich unter andrem das Investitonsprogramm für die Jahre 2020 bis 2024. Daneben ging es unter anderem um die Umplanung der Prasterwiese, die Umstellung der Heiztechnik im Kindergarten und den geplanten Waldkindergarten am Ort.


In Summe, so stellte Bürgermeister Winfried Roßbauer die geplanten Investitionen vor, seien in diesem Jahr rund 3,6 Millionen Euro unter anderem für die Dacherneuerung sowie den Einbau einer Hackschnitzelheizung, der Einbau an Gemeindekanzlei und Turnhalle (jeweils 100 000 Euro), der Erwerb von Grundstücken für ein neues Wohnbaugebiet (500 000 Euro) und den Erwerb unbebauter Grundstücke (100 000 Euro). Den größten Posten machen mit knapp 1,6 Millionen jedoch die verschiedenen Positionen aus, die für den Straßenbaus eingeplant sind. „Ob wir das in Anbetracht der Corona-Situation in diesem Jahr allerdings auch alles umsetzen können steht auf einem anderen Blatt“, befand Roßbauer.


Ebenfalls noch nicht fest stehen die genauen Möglichkeiten, wenn es um die Umplanung der Prasterwiese geht. Klar ist hier jedenfalls, dass zum einen die Fläche direkt hinter dem Kindergarten für dessen mögliche Erweiterung freigehalten werden soll. Und dass zum anderen eine Überplanung und Umgestaltung nötig wird, wenn das Areal auch künftig Ausgleichsfläche bleiben soll. Die Räte sprachen sich in diesem Zusammenhang mit breiter Mehrheit für die Anlage von Wegen durch die Wiese wie auch - und dies einstimmig - für die Renaturierung des Bachbereiches aus.


Nochmals revidiert wurde die erst vor wenigen Wochen beschlossene Variante zum Bau des Ableitungskanals am Rennwegfeld. Roßbauer bezeichnete die getroffene Entscheidung als aus seiner Sicht „sehr unglücklich“, „teurer als die Alternativen“ und stellte die Frage: „Wollen wir uns das so wirklich antun?“ Die, wenn auch recht knappe Entscheidung der Räte: Man will nicht. Der Beschluss aus der zurückliegenden Sitzung wurde entsprechend aufgehoben. Der Ableitungskanal soll nun in der Variante zwei (wir berichteten) gebaut werden.


Mehrheit für Gemeinde-App


Eine Mehrheit fand sich im Rat auch für die Einführung einer Gemeinde-App, wie sie vor kurzem für alle Gemeinden in der VG Siegenburg angeboten und vorgestellt worden war. Sinn der App soll es sein, so stellte Roßbauer heraus, Bürgerinnen und Bürger noch schneller und gezielter informieren zu können.


Angesprochen und diskutiert wurde zudem das Thema Waldkindergarten. Hierzu, betonte Roßbauer, werde es aber zunächst einen separaten Termin mit Vereinsmitgliedern, Jägern und Jagdgenossen geben. Im Anschluss sollte hier wieder öffentlich gesprochen werden.

 

Quelle: Dieser Artikel stammt aus der Hallertauer Zeitung vom 16.04.2021.