Bundestagsabgeordneter Florian Oßner testet in Wildenberg auch den neuen Radlweg

In Biogasanlage und auf Silphiefeld

Biogas und Silphier Martin Forstner

Informationen über Biogasanlagen gab es von Martin Forstner (links); hier im Bild mit einem Teil der Gäste und Florian Oßner (rechts). Fotos: Bozena Roßbauer

Wildenberg. (red) Auf Einladung des CSU-Ortsverbandes stattete der Bundestagsabgeordnete Florian Oßner der Gemeinde vor Kurzem einen Besuch ab. Erstes Ziel der Parteifreunde war der Biogasbetrieb von Martin Forstner in Eschenhart, wo die Biogasanlage besichtigt wurde. So gab es viele Informationen über die Situation der Biogasanlagenbetreiber und all die geplanten Vorhaben, die Martin Forstner als moderner Betriebsleiter und Inhaber vorhat.
So erzeugt Martin Forstner mit seiner Biogasanlage aus Mais, Gras, Silphie, Mist und Gülle Strom für rund 4 500 Haushalte. 30 Häuser davon werden in Allmersdorf ganz in der Nähe von Eschenhart beheizt. Allein davon zeigte sich der Gast aus Berlin beeindruckt. Außerdem hat Forstner einen Gärrestverdampfer installiert. Die ungenutzte Wärme wird im Gärrestverdampfer und zur Düngemittelherstellung genutzt. Hier wird die Menge an Gärresten reduziert, und es entstehen 400 Tonnen Mineraldünger, der CO2-neutral erzeugt wird. Die restliche Wärme wird zur Trocknung von Getreide, Körnermais oder Hackschnitzeln usw. verwendet.
 
Auf dem Silphiefeld
 
Nach den Informationen ging es zum Silphiefeld von Martin Forstner. Dort wurden dem Bundestagsabgeordneten die Vorteile des Anbaus dieser Pflanze sowohl für die Biogasanlagen wie auch als möglicher Rohstoff zur Papierherstellung erläutert. Zur fachlichen Information der Besucher war Franz Brodmann, der Geschäftsführer der Metzel und Brodmann Saaten GmbH und aktiver Landwirt, angereist, der in Deutschland viel für den Anbau und das Bekanntwerden von Silphie getan hat. Umso erfreulicher ist es, dass Silphie neben dem Produkt für die Biogasanlage auch als nachwachsender Rohstoff zur Gewinnung von Fasern von Papierherstellung verwendet werden kann.
Auch diese Information beeindruckte MdB Florian Oßner sehr, interessant fand er auch, dass Silphiefasern auf dem Weltmarkt als wettbewerbsfähig gelten. Alles in allem, darüber war man sich in der Runde einig, handelt es sich hierbei um einen neuen landwirtschaftlichen Produktionszweig, der den besonderen Anforderungen der Zeit gewachsen ist. Dazu gehört neben dem Klimaschutz und der zusätzlichen Wertschöpfung im ländlichen Raum sowie der damit verbundenen Sicherung des Agrarstandorts Deutschlands auch die Zukunft vieler Biogasanlagen.
 
Radlweg und Rastbänke
 
Auf der Fahrt mit dem Fahrrad mit Hans Geigenberger aus Schweinbach konnte Florian Oßner mit den stellvertretenden CSU-Ortsvorsitzenden Simone Grim und Steffi Jedl, Vorstandsmitglied Alexander Wagner und Gemeinderat Thomas Hermann den sanierten Radweg testen. Gleichzeitig wurden die aufgestellten Rastbänke begutachtet und ausprobiert.
Nach der Rückkehr von der Radlfahrt erläuterte Oßner den Anwesenden im Biergarten des Gasthauses Hochneder verschiedene Vorhaben von CSU und CDU im Rahmen der anstehenden Bundestagswahl. Bei Tischgesprächen mit den Besuchern ging die Diskussion bis in den Abend hinein. Abschließend bedankte sich Florian Oßner bei den Organisatorinnen und Organisatoren des Besuchsprogramms und bat darum, dass die Bürger von ihrem Wahlrecht gebrauch machen und nach Möglichkeit natürlich ihn wieder in den Bundestag entsdenden.
 
Quelle: Dieser Artikel stammt aus der Hallertauer Zeitung vom 30.08.2021.