Glasfaseranschluss und Schulausbau - Zukunftsfähige Energieversorgung auf dem Plan

Gemeinde kann weiter investieren

Schule

Auch in den Schulausbau soll investiert werden. Foto: Susanne Lamprecht

Von Susanne Lamprecht


Wildenberg. Nicht nur, aber auch im Zeichen des Geldes stand die jüngste Sitzung des Gemeinderates. Der aktuelle Haushalt wie auch die Finanzplanung und das Investitionsprogramm für die Jahre 2020 bis 2024 standen auf der Tagesordnung. Die gute Nachricht dabei: Die Gemeinde Wildenberg kann durch die sehr guten vergangenen Jahre weiter investieren und die bereits beschlossenen Vorhaben durchführen.


Nachdem, so hieß es aus der Kämmerei, einige für die Gemeinde großen Projekte im Jahr 2020 zum Abschluss kamen - zu nennen waren hier unter anderem die umfangreichen Bau- und Sanierungsmaßnahmen bezüglich der Ortsdurchfahrt Wildenberg und die Beschaffung eines Feuerwehrfahrzeuges für die FFW Schweinbach - investiert Wildenberg nun sehr stark in die gemeindliche Infrastruktur.


Gemeint sind hier etwa der Glasfaseranschluss für die Grundschule in Pürkwang, der Ausbau des Geh-, Rad- und Wirtschaftsweges an der B 299, die Entwicklung von Bauland sowie die Sanierung von Straßen. Darüber hinaus investiert die Gemeinde Wildenberg umfangreich in eine zukunftsfähige Energieversorgung.


Seit 2007 schuldenfrei


Die im Investitionsprogramm aufgelisteten Maßnahmen summieren sich in den Jahren 2021 bis einschließlich 2024 auf ein Gesamtvolumen von gut 9,5 Millionen Euro, wobei ein Anteil von über 3,6 Millionen Euro für das Haushaltsjahr 2021 und gut 3,4 Millionen Euro für das Haushaltsjahr 2022 eingeplant ist. Die Gemeinde Wildenberg ist seit Mitte 2007 schuldenfrei und verfügt für die Jahre 2021 bis 2023 über eine ausreichend hohe Rücklage, welche für die geplanten Maßnahmen eingesetzt werden kann. Den aktuellen Planungen entsprechend zeichnet sich ab 2024 wieder eine Zuführung an die Rücklagen ab.


Die Gemeinde kann trotz der allgemein oft noch düsteren Finanzvorgaben aufgrund der Covid-19-Pandemie sehr zuversichtlich in die Zukunft blicken. Nichtsdestotrotz gilt es die Finanzentwicklung fortlaufend zu kontrollieren und zu überwachen, um gegebenenfalls kurzfristig in die Haushaltsabwicklung und Umsetzung von Maßnahmen eingreifen zu können.


Das Gesamtvolumen im Planjahr 2021 beläuft sich, so hieß es, auf 5 770 800 Euro. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Erhöhung um 601 300 Euro beziehungsweise 11,63 Prozent, welche den Vermögenshaushalt bei weitem stärker betrifft als den Verwaltungshaushalt. Im Hinblick auf die Finanzplanungsjahre wird das Volumen des Verwaltungshaushaltes leicht ansteigen und anschließend konstant bleiben, während das Volumen des Vermögenshaushaltes ab 2023 sinken wird.


Steuereinnahmen


Als Interessant wurde gerade mit Blick auf die Coronasituation auch die Entwicklung der Einkommens- und Gewerbesteuer empfunden: Die Einkommensteuerbeteiligung bleibt für die Gemeinde weiterhin die wichtigste Einnahmequelle. Der Schätzung des Bayerischen Landesamtes für Statistik für das Jahr 2020 in Höhe von 884 400 Euro stehen Ist-Einnahmen in Höhe von 832 536 Euro gegenüber; die Schätzung wurde um gut 51 000 Euro nicht erreicht - das sind etwa sechs Prozent weniger. Für das Jahr 2021 wurde eine Beteiligung in Höhe von 927 940 Euro prognostiziert; der Haushaltsansatz wird mit 860 000 Euro beziffert - rund sieben Prozent weniger. Der Hebesatz der Gewerbesteuer beträgt unverändert 350 v. H. und bildet für Gewerbetreibende eine zuverlässige Plangröße.


Für die Gemeinde Wildenberg stellen die Einnahmen aus der Gewerbesteuer jedoch eine Einnahmequelle dar, welche starken Schwankungen unterliegen kann. Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer lagen 2020 trotz der Coronakrise bei gut 460 000 Euro und damit sogar um rund 25 000 Euro höher als 2019. Für 2021 (und die folgenden Jahre) wurde ein Haushaltsansatz von 400 000 Euro festgesetzt, auch wenn die aktuellen Jahressollstellungen bereits leicht darüber liegen.

 

Quelle: Dieser Artikel stammt aus der Hallertauer Zeitung vom 08.06.2021.